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Heute erzählt dir Alekos, worauf es ankommt, wenn man nebenberuflich in die Selbstständigkeit starten möchte und welche Vor- und Nachteile dies gegenüber der hauptberuflichen Selbstständigkeit hat.

Jeder, der die Idee zur Selbstständigkeit im Kopf hat und umsetzen möchte, stellt sich natürlich die Frage, soll ich hauptberuflich oder erstmal nebenberuflich gründen. Deshalb möchte ich hier in dieser Folge einmal ganz kurz darauf eingehen, welche Vorteile es überhaupt mit sich bringt, nebenberuflich zu gründen, aber auch auf die Nachteile der nebenberuflichen Gründung eingehen.

Voraussetzungen für die nebenberufliche Selbstständigkeit

Die gute Nachricht einmal vorweg: grundsätzlich darf dir niemand verbieten, dich selbstständig zu machen, auch nicht nach Feierabend oder am Wochenende neben dem Hauptberuf. Es gibt jedoch ein paar Bedingungen oder Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit deine Selbstständigkeit als nebenberuflich geltend gemacht werden kann. Zuerst einmal bedeutet das, dass deine selbstständige Tätigkeit nicht die Tätigkeit deines Hauptberufs übersteigen darf, sowohl im Zeitlichen als auch im finanziellen. Dein Erlös aus der Selbstständigkeit muss kleiner bleiben, als das deines Jobs. Ebenso darfst du maximal 18 Stunden pro Woche nebenberuflich an deiner Selbstständigkeit arbeiten. Diese Voraussetzungen beziehen sich in erster Linie sich auf deine Sozialversicherungsbeiträge.

Deine nebenberufliche Selbstständigkeit darf deine hauptberufliche Tätigkeit nicht beeinflussen. So muss es dir weiterhin möglich sein, deine Arbeit gewissenhaft auszuführen und diese nicht zu vernachlässigen. Auch deine Erholung zwischen deinen Arbeitszeiten muss gewährleistet sein. Des Weiteren darfst du deiner Firma keine Konkurrenz machen oder Kunden abwerben.

Wenn du dich an diese Kleinigkeiten hältst, dann steht deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit nichts mehr im Weg!

Du bist auch nicht dazu verpflichtet, deinen Arbeitgeber über deine nebenberufliche Selbstständigkeit zu informieren. Das bedeutet aber nicht, dass du deinem Arbeitgeber gegenüber deine nebenberufliche Selbstständigkeit verheimlichen solltest! Wir sind der Meinung, dass es sich immer lohnt, mit offenen Karten zu spielen und deinen Arbeitgeber zu informieren. Dir entstehen vom Gesetz her keine Nachteile, wenn du deine Arbeit nicht vernachlässigst.

Solltest du dich derzeit nicht in einem Berufsverhältnis befinden, sondern arbeitslos sein oder studieren, so sind die Bedingungen für die nebenberufliche Selbstständigkeit etwas anders. Darauf werden wir aber nochmal gesondert in einer eigenen Folge eingehen.

Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Vorteil Nr. 1 – Keine zusätzlichen Sozialversicherungsabgaben

An erster Stelle steht auf jeden Fall, dass du keine zusätzlichen Sozialversicherungsabgaben hast. Dies bedeutet, wenn du über einen Minijob hinaus angestellt bist, dann zahlst du bereits in die Krankenkasse ein, ebenso wie dein Arbeitgeber und es kommt keine zusätzlichen Kosten für eine nebenberufliche Selbstständigkeit auf dich zu.

Vorteil Nr. 2 – Zusätzliches Einkommen

Eine nebenberufliche Selbstständigkeit bringt auf kurz oder lang auch Erlöse mit sich. Und das ist nochmal quasi ja ein extra Gehalt für dich, besser als jede Gehaltserhöhung.

Vorteil Nr. 3 – Scheitern hat keine Auswirkungen


Und eben jene hauptberufliche Tätigkeit, die Tätigkeit, die deine Miete bezahlt, ist auch unser Vorteil Nr. 3. Denn selbst wenn du mit deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit scheiterst, hast du immer noch deinen Hauptjob, mit dem du deinen Lebensstandard halten kannst. Das bedeutet, scheitern hat an der Stelle wirklich gar keine Auswirkungen auf dein Leben.

Vorteil Nr. 4 – Du kannst deine Geschäftsidee testen

Und dies ermöglicht es dir, eine Geschäftsidee die du hast, erst einmal ausgiebig zu testen. Und das, ohne jegliches Risiko einzugehen. Denn im schlimmsten Fall hast du ja noch deinen Job und dein Einkommen daraus.

Vorteil Nr. 5 – Die Selbstständigkeit als dein Backup

Dieses Backup hast du dir mit deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit direkt mit aufgebaut. Solltest du also von deinem Arbeitgeber gekündigt werden oder aus irgendeinem anderen Grund deinen Job verlieren, so kannst du jetzt all-in gehen und mit deiner jetzt Vollzeit-Selbstständigkeit direkt loslegen.

Du bist also nicht mehr darauf angewiesen, dir direkt einen neuen Job zu suchen oder dich arbeitslos zu melden. Du kannst nun all deine Zeit in deine Selbstständigkeit stecken und dementsprechend dein Einkommen direkt erhöhen, um dann davon leben zu können.

Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Ganz klar, wenn man sich diese fünf Vorteile einmal anschaut, dann liegt es doch auf der Hand, warum es sinnvoll ist, nebenberuflich zu gründen. Doch es gibt wie immer im Leben auch ein paar Nachteile zu beacten, die durch eine nebenberufliche Selbstständigkeit auftreten können.

Nachteil Nr. 1 – Einschränkungen durch die Voraussetzungen

Zuallererst sind da die Einschränkungen, die durch die Voraussetzung für die nebenberufliche Selbstständigkeit, entstehen. Wenn du jetzt schon weißt, dass dein Einkommen deutlich höher ausfallen wird als in deinem Job, oder du mehr als ja 18 Stunden pro Woche in deiner nebenberuflichen Tätigkeit arbeitest, so wird es für dich schwierig überhaupt erst nebenberuflich zu gründen. Die Voraussetzungen müssen natürlich erfüllt sein. Sind sie das nicht, kommt die nebenberufliche Selbstständigkeit für dich gar nicht erst infrage.

Auch schränken dich diese Voraussetzungen direkt ein, weil du ja eben nicht über Summe X hinaus verdienen darfst,
oder entsprechend nicht mehr als18 Stunden in deine Selbstständigkeit investieren kannst, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Nachteil Nr. 2 – Du bist wenig flexibel

Du bist deutlich weniger flexibel in Nebenberuf, als in einer hauptberuflichen Selbstständigkeit. Zum einen hast du noch deine Arbeit, der du weiterhin nachgehen musst. Z.B. kannst du Kundentermine weniger gut wahrzunehmen, weil du vermutlich tagsüber deinem eigentlichen Job nachgehst. Und auch deine Arbeitszeiten beschränken sich auf die Zeit nach deinem Haupt-Job, also die Abendstunden oder die Wochenenden.

Nachteil Nr. 3 – mehr Arbeit / weniger Freizeit

Du tust auf jeden Fall deutlich mehr Arbeiten als davor in deinem Leben. Denn neben deinem Job kommen jetzt auch nochmal 10-20 Stunden für die nebenberufliche Selbstständigkeit dazu. Zeit in der Woche, die dir für Freunde, Familie und Erholung schlicht und ergreifend fehlt. Du musst es also schaffen, ein unglaubliches Leistungspensum zu erreichen und auch zu halten, ohne auf bestimmte Dinge im Leben verzichten zu müssen. Job, Nebengewerbe, Freunde, Familie und Freizeit. All das gilt es, unter einen Hut zu kommen. Nicht jeder Mensch kommt damit klar.

Selbst wenn du es doch schaffst, noch etliche Stunden neben deinem Hauptberuf in deine Selbstständigkeit zu stecken, so wird es nie so viel Zeit sein, die ein Vollzeitselbstständiger in seine Selbstständigkeit steckt. Und dementsprechend wirst du mit deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit im gleichen Zeitraum nie so viel erreichen können wie jemand, der 100% seiner Zeit in die Selbstständigkeit steckt.

Nachteil Nr. 4 – Kein Fokus / fehlender Druck

Ein weiterer Nachteil ist der fehlende Fokus und der fehlende Druck. Da du ja quasi bereits deine Selbstständigkeit und deinen Hauptberuf unter einen Hut bringen musst, kannst du dich niemals hundert Prozent auf deine Selbstständigkeit konzentrieren. Dein Job wird dir diesbezüglich immer im Weg sein.

Auch fehlt dir einfach der Druck etwas erreichen zu müssen. Immerhin kannst du auch nichts verlieren, wenn es mit der Selbstständigkeit nicht klappt. Es gibt viele Menschen, die diesen Druck brauchen, um überhaupt erst anzufangen zu arbeiten. Erst wenn bei ihnen die Existenz wirklich auf dem Spiel steht, gehen sie all-in und fangen an zu arbeiten. Gehörst du zu der Sorte der Menschen, die so funktionieren?

Nachteil Nr. 5 – Selbstständigkeit im Nebenerwerb wirkt oft negativ

Kunden, Geschäftspartner und Lieferanten bewerten eine Selbstständigkeit, die im Nebenberuf ausgeführt wird, oft als negativ. Denn sie vermuten mangelnde Einsatzbereitschaft und fehlende Professionalität. Generell gehen sie davon aus, dass du einfach nicht 100% hinter deiner Sache stehen kannst. Womit sie auch natürlich nicht ganz falsch liegen.

Sagen wir, du möchtest jemanden beauftragen, der sich um deine Social-Media Präsenz kümmert. Vertraust du da jemanden, der sagt, der macht das nach der Arbeit nebenbei. Oder möchtest du dich lieber von jemandem vertreten sehen, von dem du weißt, der beschäftigt sich den ganzen Tag mit nichts anderem?

Vorteile der hauptberuflichen Selbstständigkeit

Sämtliche Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit sind die Vorteile des Vollzeit-Gewerbes. So kannst du dich vollends auf deine Selbstständigkeit fokussieren und hundert Prozent deiner Arbeit in die Selbstständigkeit stecken. Du hast keine doppelte Belastung mehr, weil du nicht mehr den Hauptberuf mit deiner Selbstständigkeit unter einen Hut bringen musst. Ebenso haben Kunden natürlich ein deutlich besseres Bild von dir, weil sie jetzt auch eben sehen, dass du 100% in deine Sache steckst. Und „last but not least“ bist du in der Vollzeitselbstständigkeit auch zu 100% flexibel. Das ist genau die Flexibilität, die sich jeder Selbstständige wünscht. Du kannst arbeiten, wann du willst, von wo du willst und du kannst so viel verdienen, wie du möchtest.

So, ich hoffe, ich konnte dir ausreichend darlegen, welche Unterschiede es zwischen der Selbstständigkeit im Neben- und im Hauptgewerbe gibt und welche Vor- und Nachteile vorhanden sind.

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